Awareness

Content Note: Dieser Abschnitt  behandelt den Umgang mit und der Prävention von Diskriminierung, Grenzüberschreitungen und sexualisierter Gewalt.

Nicht erst durch die über die Campagnen #musicmetoo #deutschrapmeetoo oder der Band Rammstein bekannt gewordenen Vorfälle wissen wir, dass sexualisierte Gewalt eine Diskriminierungsform ist, die in der Musikindustrie stark präsentiert ist, ob auf der Bühne - Artist-, hinter den Bühnen - in der Musikindustrie beschäftigte- oder vor den Bühnen -Besucher*innen von Konzerte und Festivals- überall da, wo Menschen ihre machtvolle Position ausnutzen, kann es leider auch immer zu übergriffigem, diskriminierendem Verhalten kommen.

Menschen mit Behinderungenwerden im Kontext von Festivals noch immer nicht ausreichend mitgedacht. Oft sind beispielsweise Mitarbeiter*innen nicht ausreichend geschult und reagieren nicht oder unzureichend auf Unterstützungsbedarfe. Festivalbesucher*innen,  die nicht gewohnt sind, auf Menschen mit offensichtlichen Behinderungen zu treffen, reagieren befremdlich und geben ihnen das Gefühl, wie Aliens und nicht willkommen zu sein.

Die c/o pop möchte sich mit diesem Awareness-Konzept für eine Gesellschaft und insbesondere für eine Festivalkultur mit weniger Diskriminierung und für mehr Safer Spaces für alle - insbesondere marginalisierte Gruppen - einsetzen. Wir sind uns bewusst, dass Awareness ein fortlaufender Prozess ist, mit dem wir uns stetig auseinandersetzen wollen und müssen. Daher ist dieses Konzept als Fortführung aus den letzten Jahren  gewonnenen Erkenntnisse zu betrachten.
Nachdem wir uns in Kooperation mit act aware mit den Grundlagen der Awareness-Arbeit auseinandergesetzt haben, haben wir im darauffolgenden Jahr einen Fokus auf sexualisierte Gewalt und gendergerechte Sprache gelegt. In diesem Jahr wollen wir im Sinne der Inklusion weitere Barrieren abbauen, um auch Menschen mit Behinderungen die Teilhabe an unserem Festival zu ermöglichen. Dazu haben wir uns von der Initiative Barrierefrei feiern e.V. beraten lassen und Menschen mit Behinderungen als Expert*innen in eigener Sache hinzugezogen.

Wir sind uns bewusst, dass das c/o pop nicht frei von Grenzüberschreitungen und Diskriminierungen ist. Um unserer Vision von einem sicheren Miteinander für alle näherzukommen, setzen wir Awareness Maßnahmen um.

Und dies fängt mit einer Reflexion bei uns selbst an: Wir setzen uns mit unseren Privilegien und unserem Handeln auseinander.

Wir wollen unseren Prozess transparent machen und ihn als Grundlage verstehen, in den Austausch zu kommen und uns weiterzuentwickeln. Wir nehmen unsere Verantwortung als Festival wahr und wollen darüber hinaus auch andere Veranstaltungen dazu auffordern.

Wir freuen uns über konstruktive Kritik und Feedback unter awareness@c-o-pop.de